Holzboden reinigen: 6 Tipps & Tricks

Holzböden zeigen sich sowohl in Altbauwohnungen als auch in Neubauten sehr häufig, denn sie zählen zu den beliebtesten Bodenbelägen überhaupt, da sie eine äußerst hohe Langlebigkeit haben.

Sie sind mit ihrem edlen Glanz eine wundervolle Zierde in vielen Wohnräumen, doch gleichzeitig auch sehr pflegeintensiv. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, wie man einen solchen Boden richtig behandelt und auch richtig reinigt, falls Flecken entstehen. Zudem macht es einen Unterschied, ob der Boden geölt, versiegelt oder gewachst wurde.

Holzboden reinigen


Holzboden reinigen: 6 Tipps & Tricks

1. Prävention ist der beste Schutz: Die richtige Behandlung von Holzböden

Natürlich ist es am besten, wenn man schon im Vorhinein weiß, wie ein Holzboden behandelt werden muss, damit er sich gar nicht erst abnutzt oder Schrammen bekommt.

Denn schließlich handelt es sich bei einem solchen Boden meist um eine Investition für mehrere Jahrzehnte – und man möchte die Wohnräume ja auch ganz normal nutzen.

Dennoch ist es sinnvoll, einige Maßnahmen zu ergreifen, damit der Bodenbelag möglichst lange gepflegt bleibt.

Am besten, es befindet sich bereits an der Haustür ein Gitterrost oder eine hochwertige Fußmatte, an der die Hausbewohner und ihre Gäste Schmutz von den Schuhen entfernen können. Gelangt man in den Flur, sollte sich dort ebenfalls eine weiche und saugfähige Matte befinden, die feuchten Schmutz abfängt.

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Bei sehr hochwertigem und empfindlichem Fußboden hat man jedoch keine Wahl – dann ist es am besten, man zieht die Schuhe ganz aus.

Ein guter Tipp: Biete deinen Gästen doch komfortable Pantoffeln an. Das ist nicht nur gemütlich, sondern schont auch den Boden und sorgt dafür, dass Straßenschuhe gerne ausgezogen werden.
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2. Der erste Schritt: Das Prüfen der Schutzschicht auf dem Boden

holzboden-lackWer nicht weiß, welche Art von Bodenbelag verlegt worden ist, sollte sich genauer damit befassen.

Hier stellt der Glanz des Bodens einen guten Anhaltspunkt dar. Handelt es sich um einen eher matten Belag, dann ist das Holz in der Regel weder versiegelt noch lackiert. Es handelt sich dann höchstwahrscheinlich um einen gewachsten oder geölten Holzboden.

Ob die Schutzschicht auf dem Boden noch in einem guten Zustand ist, lässt sich mit einem einfachen Test herausfinden: Geben Sie an einer unauffälligen Stelle einige Tropfen Wasser auf den Boden. Sickern diese nicht in den Boden ein, ist der Boden zumindest lackiert.

Wenn sich der Wassertropfen jedoch binnen Sekunden in einen dunklen Fleck verwandelt, ist das Holz wahrscheinlich nicht behandelt und wurde maximal geölt, aber nicht versiegelt.

3. Holzboden reinigen: Die besten Tipps für alle Bodenarten

Unbehandelter Holzboden sollte ausschließlich trocken gereinigt werden. Einfaches Wasser und normale Reinigungsmittel ziehen für gewöhnlich umgehend in das Material ein und bilden unschöne Flecken – diese bleiben im schlimmsten Fall.

Gewachste und geölte Böden lassen sich zwar feucht reinigen, allerdings sollte hier besonders auf das richtige Produkt geachtet werden. Das Reinigungsmittel muss sanft und darf keinesfalls scharf oder aggressiv sein. Darüber hinaus ist es zu empfehlen, den Boden möglichst selten zu putzen – es lohnt sich also, ihn penibel sauber zu halten. Beim Wischen sollte immer entlang der Maserung gearbeitet werden, damit diese nicht mit der Zeit ausfransen.

Lackierte Holzböden lassen sich gut mit speziellen Holzreinigern von Schmutz befreien. Allerdings sollte hier mit etwas weniger Wasser als üblich gearbeitet werden. Böden mit Holzdekoren werden genauso behandelt wie gewachste oder auch geölte Holzböden. Handelt es sich um einen Boden mit Dekorfolie, wie es bei Laminat der Fall ist, darf natürlich ganz normal in alle Richtungen gewischt werden. Hier verwendet man am besten einen speziellen Laminatreiniger für optimale Ergebnisse.

Versiegelte Holzböden kommen mit etwas Wasser meist ganz gut zurecht, allerdings sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob die Versiegelung noch erhalten ist. Ansonsten kann es passieren, dass das Holz in Verbindung mit Wasser nicht nur Flecken bekommt, sondern auch aufquillt.

4. So werden Flecken wirksam aus Holzböden entfernt

Manchmal lässt es sich trotz größter Vorsicht und intensiver Pflege einfach nicht vermeiden, dass auf einem Holzboden Flecken entstehen. Das Problem dabei: Sind diese erst einmal tief in das Material eingedrungen, ist es oft sehr schwierig, sie überhaupt noch entfernen zu können.

Für Kratzer bietet sich die Verwendung von Möbelpolitur an, die man mit einem feinen Tuch einarbeitet.

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Fettflecken kommen vor allem in der Küche und im Wohnzimmer oft vor. Ist der Boden lackiert, lässt sich das Fett einfach abwischen bzw. mit normaler Seifenlauge lösen.

Bei geöltem Parkett, dessen Poren geöffnet sind, gestaltet sich die Reinigung allerdings etwas komplizierter. Hier sollten die Flecken zunächst mit etwas Speisestärke oder Backpulver bestreut werden, welches das überschüssige Fett aufnimmt.

Danach legt man etwas Löschpapier auf die entsprechende Stelle und streicht ein Bügeleisen mit niedriger Temperatur (!) darüber. Anschließend sollte der Fleck beseitigt sein. Ist dies nicht der Fall, kann der Fleck anschließend noch mit etwas lauwarmem Wasser und Spülmittel bearbeitet werden. Hartnäckige Fälle lassen sich außerdem mit Spiritus bearbeiten. Im äußersten Notfall bietet sich immer noch die Möglichkeit, den Boden neu zu ölen. Spätestens dann ist vom Fettfleck wirklich nichts mehr zu erkennen.

Wachsflecken, die beispielsweise durch verschüttetes Kerzenwachs entstanden sind, werden am besten zunächst mit einem Föhn etwas angewärmt. Danach kann das weich gewordene Wachs mit einem Tuch beseitigt werden. Auch hier bietet sich anschließend die Behandlung mit Löschpapier und Bügeleisen an, um etwaige Reste vollständig loszuwerden.

5. Holzboden pflegen: Für oberflächliche Flecken am besten Möbelpolitur verwenden

Intensivere Verschmutzungen, wie beispielsweise durch Nagellack oder Farbe, sollten umgehend durch richtiges Holzboden reinigen entfernt werden.

Handelt es sich um geöltes Parkett, arbeitet man am besten mit Spiritus und einem nicht fusselnden Tuch aus Baumwolle oder Mikrofaser.

Für lackierte und versiegelte Böden sollte stattdessen Terpentin verwendet werden. Oberflächliche Flecken lassen sich häufig sogar schon mit gewöhnlicher Möbelpolitur beseitigen – damit kann man natürlich auch regelmäßig seinen Holzboden pflegen.

6. Wichtig: Vor der Holzbodenreinigung die Verträglichkeit prüfen

Weil viele Holzböden äußerst empfindlich sind und eine falsche Behandlung nur schwer verzeihen, sollte man im Vorfeld unbedingt genau recherchieren, welches Produkt zum Holzboden reinigen geeignet ist.

Bei Parkett handelt es sich zum Beispiel um einen sehr hochwertigen Bodenbelag, welcher ausschließlich mit geeigneten Produkten behandelt werden sollte. Um zu prüfen, ob die Verträglichkeit gewährleistet ist, sollte das Mittel an einer unauffälligen Stelle aufgetragen werden – alternativ kann man den Test auch auf einem Verschnittstück durchführen.

Wenn sich das Material nach der Behandlung beschädigt zeigt oder sich sogar Farbe ablöst, sollte unbedingt ein anderes Produkt verwendet werden. Im Zweifelsfall ist es bei hochwertigen und exklusiven Böden immer noch am besten, sich an einen Fachmann zu wenden. Dieser weiß genau, wie Holzböden behandelt werden müssen, damit man noch lange Freude an ihnen hat.

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